Aktuelles aus der Szene 24.05.2017 10:26

Aktuelles aus der Szene

April und die außergewöhnliche Welt

Die Geschichte spielt in einem alternativen Paris des Jahres 1941, das sich doch ziemlich vom Paris der realen Welt unterscheidet. Die Eltern von der kleinen April stehen kurz davor ein lebensverlängerndes Serum zu entwickeln, als sie plötzlich entführt werden. Zehn Jahre später lebt das Mädchen (Stimme: Marion Cotillard) allein mit ihre Katze Darwin und forscht heimlich weiter. Doch sie wird in eine Verschwörung hineingezogen und muss fliehen. Vor Agenten der Regierung, Cyborg Ratten und Luftschiffen, die mit Fahrradantrieb fliegen.

Einer der schönsten Animationsfilme der letzten Jahre ist jetzt auch im deutschen Sprachraum erschienen. „April und die außergewöhnliche Welt“, für eine Synchronisation hat es zwar nicht gereicht, aber immerhin kann man den Film nun im Original mit deutschen Untertiteln bei Amazon Prime abrufen oder oben komplett in Englisch. Der Film entstand nach einem Drehbuch und den Entwürfen von Jacques Tardi, Benjamin Legrand und Franck Ekinci und setzt sich meilenweit von den Sehgewohnheiten ab, die man aus den USA bzw. Japan gewohnt ist.

Das Projekt Ping Pong

Frankreich ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017 und Frankreich ohne Comics, das ist kaum vorstellbar. „Frankfurt auf Französisch“ dient der Vorbereitung dieser Veranstaltung und bietet auch einen Schwerpunkt an, der sich vor allem um die „Sprechblasenliteratur“ kümmert. Und im Rahmen dieses Schwerpunkts findet auch das „Projekt Ping Pong“ statt, in dem deutsche, französische, belgische und schweizerische Comics-Künstler und Autoren französischsprachige literarische Werke auf ganz eigene Weise vorstellen. Der erste Beitrag von Mawil (in dem es allerdings um die Entstehungsgeschichte von Ping-Pong und dessen Logoist geht) ist gerade Online gestellt worden und demnächst folgen Comics u.a. von Catherine Meurisse, Pénélope Bagieu, Boulet, Guy Delisle und vielen anderen.

Roger Moore R.I.P.

Roger Moore(1927-2017) ist im Alter von 89 Jahren in der Schweiz gestorben. Nach Welterfolgen mit diversen Fernsehserien spielte Moore in den 1970er und 1980er Jahren den britischen Geheimagenten James Bond. Sein Idol war Stewart Granger, mit dem er später den Actionfilm Die Wildgänse kommen (1978) drehte. Roger Moore begann ein Studium, zusammen mit einer gewissen Lois Maxwell, bei der Royal Academy of Dramatic Art (RADA). Lois Maxwell spielte dann 1962 zum ersten Mal die Rolle der Miss Moneypenny, mit der sie bekannt wurde (u.a. spielte sie auch noch in Mit Schirm, Charme und Melone, UFO, Stingray, Geheimauftrag für John Drake, Simon Templar, Department S und Die 2 mit). Maxwell spielte die Miss Moneypenny insgesamt 14-mal in allen offiziellen Bond-Filmen.

Roger Moore drehte in England für ITV die Fernsehserie Ivanhoe (1958/59). Mit der Rolle des Gentleman-Detektivs Simon Templar in der gleichnamigen Serie (1962–1969) Mitte der 1960er wurde er endgültig weltberühmt und auch wohlhabend. Es folgte 1971/72 an der Seite von Tony Curtis die Hauptrolle in der Fernsehserie Die 2, die zwar in den Vereinigten Staaten floppte, in Europa und den meisten anderen Ländern der Welt aber sehr erfolgreich war und mit einer Gage von einer Million Pfund Sterling wurde er außerdem zum bestbezahlten Fernsehschauspieler der Welt. 1973 übernahm er in „Leben und Sterben lassen“ die Rolle des britischen Geheimagenten James Bond und etablierte sich damit endgültig auch als Leinwandstar. Insgesamt verkörperte Moore die Rolle sieben Mal in zwölf Jahren und damit am längsten und am häufigsten. Als er am 3. Dezember 1985 seinen Rücktritt als James Bond erklärte, war er bereits knapp 58 Jahre alt.

Moore übernahm auch 1983 unter der Regie von Blake Edwards die Rolle des Chefinspektors Jacques Clouseau von dem kurz zuvor verstorbenen Peter Sellers in der Komödie Der Fluch des rosaroten Panthers. Dieser Film stellte zugleich die vierte und letzte Zusammenarbeit mit seinem engen Freund David Niven dar, welcher kurz nach den Dreharbeiten seiner ALS-Erkrankung erlag. Roger Moore war insgesamt viermal verheiratet und hatte drei Kinder: die Schauspielerin Deborah Moore, der Schauspieler und Gastronom Geoffrey Moore und der Filmproduzent Christian Moore. Seine Familie gab am 23. Mai 2017 seinen Tod bekannt, nachdem er einer Krebserkrankung nach kurzem Kampf erlegen war.

Quelle: youtube/frankfurt2017/wikimedia