Aquablue 19.02.2018 10:32

Aquablue

Als in den 1990er Jahren die ersten Bände von Aquablue erschienen, kamen sie prima an. Eine spannende Mischung aus Science Fiction, Action und Abenteuer, die noch dazu nicht nur dumpfes Geballere und Schlägereien zu bieten hatte, sondern auch Aspekte wie Kolonialismus und Monopolismus thematisierte und setzt sich vor einem Militärhintergrund kritisch mit Themen wie Umweltverschmutzung und Ressourcenausbeutung auseinander.

Wenn man auf Science Fiction und Abenteuercomics steht, sollte man sich diese Reihe zuzulegen.

Es geht um Nao – ein Baby, das von einem Raumgleiter ins All befördert wird. Die Rundreise, auf die es mit seinen Eltern in einem Luxus-Raumschiff aufgebrochen war, fand ein jähes Ende, als das Schiff im All mit etwas kollidierte.

Das Kind wurde von Cybot, einem Babysitter-Robot, in dem Gleiter in Sicherheit gebracht.

Nao und Cybot landen schließlich auf dem Planet Aquablue – eine Welt voller Wasser, auf deren wenigen Inseln blauhäutige Wesen leben.

Mit ihnen wächst Nao 17 Jahre lang harmonisch auf. Alles läuft prima, bis ein Konzern Techniker und Söldner nach Aquablue sendet, um Rohstoffe auszubeuten.

Dem kann Nao nicht tatenlos zusehen... auch ohne Avatar.

Denn bei aller auffälligen Ähnlichkeit (Ökologie, Profitgier, blaue Haut) kam James Camerons Blockbuster doch erst zwanzig Jahre später in die Kinos.

Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Und dann sind da auch noch diese mystischen Riesenfische.

Die Zeichnungen von Vatine und Tota kommen sehr flott und plastisch daher. Alles wirkt sehr lebendig.

Splitter hat den ersten Zyklus der Serie (die Bände 1 bis 5) als Gesamtausgabe publiziert. Zwei weitere sollen folgen.

Aquablue Gesamtausgabe # 1 von Olivier Vatine, Ciro Tota, Thierry Cailleteau, HC, 248 Seiten, farbig, Preis 39,80 EUR

Quelle: comickunst