Splitter: Die Sonderbände # 8 – 9 18.08.2016 10:34

Splitter: Die Sonderbände # 8 – 9

Wie bereits gemeldet, feiert der Splitter Verlag 2016 sein zehnjähriges Bestehen. Insgesamt zehn auf 1111 Exemplare limitierte Sonderbände in edler Aufmachung sollen dem Jubiläum einen angemessen Rahmen verschaffen. Zunächst sind die ersten vier Bände – „Storm – Das Vermächtnis“, Malcolm Max – Gesamtausgabe 1. Zyklus“, „Indigo – Gesamtausgabe” und „Die Druiden – Gesamtausgabe 1. Zykluserschienen. Die nächsten drei Bände bieten einen interessanten Mix aus Neuauflagen beliebter Bestseller-Serien und Neuerscheinungen. Robin Ausdemwald – Best of ist mittlerweile bereits erschienen .

Danach erscheint "Zombies 1. Zyklus – Gesamtausgabe" (Ende August) und das Murena - Skizzenbuch”, das im September folgt. Von den Fans wird das Jubiläum offensichtlich sehr gut angenommen: Auf dem diesjährigen Comic-Salon Erlangen konnte man verkünden, dass mit dem Storm-Skizzenbuch schon der erste Band beim Verlag vergriffen ist. Es lohnt sich also, schnell zuzugreifen. Auch die nächsten drei Bände bieten einen interessanten Mix aus Neuauflagen beliebter Bestseller-Serien und Neuerscheinungen.

Die nächsten zwei Bände bieten sind Neuerscheinungen, beide haben jeweils 240 Seiten und sind in sich abgeschlossen. Alle beide sind wieder auf 1111 Exemplare limitiert.

Der Mörder, den sie verdient hat

Alex liebt den Skandal – kein Wunder, sein bloßes Dasein, seine Existenz an sich ist schon skandalös. Im Wien von 1900 lebt er als dekadenter, zynischer Dandy in den Tag hinein, vor allem aber in den Abend und die Nacht. Er kann es sich leisten, er kann sich alles leisten, denn er ist reich, unanständig reich. Und genauso benimmt er sich auch. Die kleinen Aufreger der besseren Kreise, etwa der Streit um neue Kunststile, ringen ihm nur ein müdes Lächeln ab, lieber entfacht er gleich einen handfesten Skandal. Aber auch das langweilt ihn längst, er sucht die pure Provokation, will echte Emotionen, die verdorbene Gesellschaft an einer Stelle treffen, wo es ihr wirklich wehtut. Und dazu schmiedet er einen perfiden Plan: Er pickt willkürlich einen arglosen, armen Burschen aus der Masse heraus, dem er erst den Kopf verdreht, ihn an den Freuden des Luxus, eines sorglosen Lebens teilhaben lässt – um ihn dann brutal fallen zu lassen. Seine Idee ist, dass dieser junge Mann in seiner Wut, aus Enttäuschung heraus Rache nimmt an der dekadenten, korrupten Gesellschaft der k.u.k.-Monarchie. Aber er hat nicht unbedingt damit gerechnet, dass dieser zuallererst ihn selbst – seinen ehemaligen Wohltäter und jetzigen Peiniger – zur Verantwortung ziehen will. Geschweige denn, dass der blindwütige Rachefeldzug zu einer blutigen Katastrophe anwächst, weil er skrupellose Kräfte auf den Plan ruft, mit denen man sich besser nicht anlegt. Doch Viktor, das manipulierte Opfer, das zum Täter wird, ist nicht gewillt, so einfach vor die Hunde zu gehen – in dieser Hinsicht geht die Rechnung von Alex auf. Aber muss er am Ende womöglich auch selbst einen Preis zahlen, den er nicht mit seiner scheinbar unerschöpflichen Geldbörse begleichen kann?

Der Mörder, den sie verdient hat von Wilfrid Lupano, Yannick Corboz, 240 farbige Seiten, HC, Preis 59,80 EUR. Erscheint im November 2016.

Die Wege des Herrn

Wer glaubt heute noch, Christoph Kolumbus habe Amerika »entdeckt«? Und damit sind noch nicht einmal die zahlreichen Menschen angesprochen, die die sogenannte »Neue Welt« schon seit Jahrtausenden bevölkerten, als sich der Genueser gegen Ende des 15. Jahrhunderts verschätzte und die karibischen Inseln kurzerhand zu »Westindien« erklärte. Nein, schon rund 500 Jahre zuvor standen die ersten Europäer auf nordamerikanischem Boden. Die Frage sollte also eher lauten, wie war es möglich, dass diese Tatsache über so lange Zeit nahezu unbekannt blieb? »Die Wege des Herrn« schildert, wie es gewesen sein könnte. Mächtige Interessen haben demnach versucht, diese Kenntnis für sich zu behalten.Ihr Problem: Es existiert die Karte eines Wikingerhäuptlings, die Auskunft gibt über das verborgene Paradies im Westen und die auf verschlungenen Pfaden immer wieder weitergereicht wird. Daraus entspinnt sich eine enorme Intrige zu verschiedenen Zeiten, an unterschiedlichen Orten, die von Wilhelm dem Eroberer über die Kreuzzüge und Tempelritter bis eben zu Kolumbus führt. Und die obskuren Kräfte schrecken vor nichts zurück, um sicherzustellen, dass die Karte nicht in die falschen Hände gerät.
Ein packendes Geschichtsdrama rund um eines der größten Geheimnisse des Mittelalters.

Die Wege des Herrn von Fabrice David und Jaime Calderón, 240 farbige Seiten, HC, Preis 59,80 EUR. Erscheint im Dezember 2016.

Quelle: ppm/splitter