Zwei neue Graphic Novels 05.12.2018 10:31

Zwei neue Graphic Novels

Lucas Harari und das Thermalbad in Vals – wie Architektur einen Comic beseelt

«Der Magnet» ist ein Thriller, angesiedelt in der Therme von Vals in der Schweiz, inspiriert vom Bau des Stararchitekten Peter Zumthor.

Pierre, ein junger Pariser Architekturstudent, fühlt sich von Zumthors Thermalbad in Vals so magisch angezogen,dass er sein Studium hinschmeisst, in die Schweiz fährt und sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Geheimnis hinter den Mauern der Therme begibt.

Seine Reise bleibt nicht unbemerkt, und er setzt sich so einigen Gefahren aus. Eine spannende Geschichte zu einem faszinierenden Gebäude.

Lucas Harari war als Kind zum ersten und einzigen Mal in der weltbekannten Therme Vals zu Besuch – und sie liess ihn nicht mehr los.

Sein Architekturstudium hat der 28-jährige Pariser Autor und Zeichner Lucas Harari zwar abgebrochen, doch seine Bewunderung für die einzigartige Therme drückt er jetzt mit einer Graphic Novel aus.

«Der Magnet» ist eine Hommage an den magischen Bau des Stararchitekten Peter Zumthor.

In diesem Comic würdigt Lucas Harari die architektonische Kunst von Peter Zumthor.

«Kulturplatz» führt den Zeichner zurück an den Ort, der für ihn die Essenz der visionären Raumgestaltung verkörpert.

Die Graphic Novel «Der Magnet» ist erschienen am 30. August 2018, die erste Auflage ist ausverkauft, die zweite Auflage erscheint wahrscheinlich Anfang Dezember.

Am 31. Oktober lief im Schweizer Fernsehen ein 26 Minuten langer Bericht über Lucas Hararis Rückkehr zu der Therme Vals und seinen Arbeitsprozess.

Diesen können Sie sich hier ansehen.

Don´t Touch It!

Timo Grubing geizt in seinem ersten abendfüllendem Comic nicht mit Querverweisen auf die Klassiker des Horror-Kanons.

Von Bradbury bis King, abgerundet mit einer gehörigen Portion Carpenter und einer Prise Hitchcock lässt „Don´t Touch It!“ den Grusel und Bodyhorror der 80er Jahre von der Leine.

Verlagstext: Benji könnte sich nicht weniger auf die Ferien freuen. Nicht genug dass seine ältere Schwester Brittany sich in ein ätzendes, pubertierendes Monster verwandelt hat, seine Familie muss außerdem auch noch seiner Cousine Loreley Obdach für den Sommer geben. Sie war schon immer etwas schräg, aber seit dem Verschwinden von Toby, ihrem Bruder, ist sie völlig abgedriftet: noch schreckhafter und verschlossener als zuvor, schließt sie sich in ihrem Zimmer ein und durch die Tür hört man sie mit sich selber reden.

Natürlich ist es Blödsinn, was die halbe Stadt munkelt – dass Lori ihren Bruder getötet und auf dem Schrottplatz verbuddelt haben soll…

aber…

In diesem Album ist Spannung jedenfalls garantiert, und das von der ersten bis zur letzten Seite.

Was anfangs als eine Art Coming of Age-Story daherkommt, entwickelt sich langsam aber sicher zu einem Krimi mit vielen Fragezeichen, bevor sich die Story auf leisen Sohlen in die finstersten Horrorecken schleicht.

Das ist klasse gemacht, überzeugend erzählt und auch prima gezeichnet.

Vor allem die Figur der durchgeknallten Nanny – und natürlich die undurchsichtige Loreley mit ihren geheimnisvollen nächtlichen Ausflügen – sind gut getroffen.

Liest sich besonders gut, wenn man in nebligen Novembernächten alleine im Haus ist…

Quelle: youtube/srf.ch/comickunst