Tim und Struppi: Real-Movies der 60 Jahre 05.08.2019 10:29

Tim und Struppi: Real-Movies der 60 Jahre

Schon in den 1960er Jahren gab es zwei Real-Verfilmungen von Tim und Struppi. Sie entstanden in den Jahren 1961 und 1964. Leider fanden die beiden Filme damals nicht den Weg nach Deutschland, dies geschah erst im Zeitalter der DVD und für die hat das Label Sunfilm/Tiberius jetzt eine nagelneue Synchronisationen anfertigen lassen.

Beide Filme basieren nicht direkt auf einer Comic-Vorlage.

Es gelingt ihnen jedoch wie ein realer Comic zu erscheinen und auch die Schauspieler gleichen den Figuren, die sie darstellen sollen. Besonders Georges Wilson als Kapitän Haddock ist hervorragend. Jean-Pierre Talbot als Tim aber wirkt einfach zu jung.

Eine Bekannte von Hergé entdeckte am Strand den damals 18-jährigen Jean-Pierre Talbot und empfahl ihn für die Rolle des Tim und Hergé war einverstanden. Im Comic wiederum kann man Tims Alter kaum bestimmen. Hergé hat Tim so angelegt, dass er abgesehen von seiner aufstehenden Haarlocke ja auch keinerlei spezifische Identifizierungsmerkmale besitzt.

Auch die Besetzung der Hauptfiguren ist in beiden Filmen dieselbe, mit der Ausnahme von Kapitän Haddock. Während im ersten Teil Georges Wilson den bärbeißigen und Alkoholliebenden Seebär spielt, ist es im zweiten Film Jean Bouise. Doch beide machen ihre Sache gut, besser gefällt jedoch Georges, der auch rein optisch der Vorlage stärker gerecht wird.

Die neue Synchronisation und der Soundmix sind so gestaltet, dass man tatsächlich das Gefühl hat, eine alte Synchronisation zu hören. Die Tonspur wurde künstlich etwas auf alt getrimmt, was ungemein zum Flair der beiden Filme beiträgt.

Beide Filme sind unterhaltsame Abenteuerfilme mit Humor und auch jenen Menschen zu empfehlen, die mit der Comic-Vorlage wenig bis gar nichts anfangen können. An diesen beiden Produktionen waren neben Hergé auch noch René Goscinny ("Asterix") beteiligt.

Tim und Struppi und das Geheimnis um das goldene Vlies wurde 1961 unter der Regie von Jean-Jacques Vierne und nach dem Drehbuch von André Barret und Rémo Forlani gedreht.

Für diesen Film gibt es keine Vorlage eines Comics und es ist auch leider keines erschienen.

Inhalt: Zusammen mit ihrem treuen Wegbegleiter Kapitän Haddock machen sich Tim und Struppi auf die Reise nach Istanbul. Dort wollen sie das „Goldene Vlies“ abholen, ein Schiff, das der Kapitän von einem alten Freund geerbt hat. Als sie dort ankommen, staunen sie nicht schlecht: Das „Goldene Vlies“ scheint ein komplettes Wrack zu sein. Umso größer ist die Überraschung, als man ihnen mehrere Millionen Francs für das verkommene Schiff bietet. In weiser Voraussicht lehnt Kapitän Haddock ab und versucht, zusammen mit Tim und Struppi das Geheimnis des Schiffs zu ergründen…

Auch Tim und Struppi und die blauen Orangen von 1964 wurde unter der Regie von Jean-Jacques Vierne und nach dem Drehbuch von André Barret und Rémo Forlani gedreht.

Auch sie ist eine typische Tim und Struppi Story! Sie erinnert einen etwas an die "Krabbe mit den goldenen Scheren".

Inhalt: Tim und Struppis zweites Abenteuer führt die beiden nach Spanien. Dort wollen sie den genialen Wissenschaftler Professor Zalamea besuchen. Dieser entwickelt gerade eine blaue Orange, die in der Lage sein soll, in der Wüste zu wachsen. Als jedoch Zalamea und Professor Bienlein spurlos verschwinden, sind Tim, Struppi und der mitgereiste Kapitän Haddock gefordert, die beiden Forscher wiederzufinden. Auf der Suche nach den Vermissten geraten sie einer internationalen Verbrecherbande auf die Spur, die sich die blaue Orange unter den Nagel reißen will…

Beide Filme sind auf DVD noch zu einem geringen Preis zu kaufen und für Tim und Struppi Fans sowieso ein MUSS!.

Quelle: youtube/comicecke/carlsen