Philosophie - Wie verändert der Comic das Denken? 21.02.2017 10:33

Philosophie - Wie verändert der Comic das Denken?

Warum fällt es so schwer, den Comic als Kunst anzuerkennen? Auch beim Comic gibt es unterschiedliche Traditionen und Schulen, aber warum ist er nicht ebenso angesehen wie der Spielfilm? Hat man tatsächlich die ganze Komplexität des Genres erfasst? Raphaël Enthoven diskutiert mit Tristan Garcia, Doktor der Philosophie an der Universität Lyon-III Jean Moulin.(arte.tv)

Säkularisierung des Blicks und wie aus Comic-immanenten Problemen Ästhetiken entstehen sind nur zwei Aspekte, die im kurzweiligen Gespräch zwischen Moderator Raphaël Enthoven und dem Philosophen Tristan Garcia in der arte-Sendung "Philosophie" zum Thema "Wie verändert der Comic das Denken?" zur Sprache kommen.

Es ist eine Freude, den Beide dabei zuzuhören, wie sie sich ihre Gedanken zu Hergé und Franquin machen, wie sie Wesenselemente der Malerei in einem "Tim & Struppi"-Panel finden und zeigen, wie sich in Franquins Leben und Werk gleichsam der Verlust des Gleichgewichts zeigt. Da muss man nicht alles unterschreiben, was die beiden fabulieren, zum Beispiel wirkt das Bestehen auf Comics als gedruckte Arbeiten etwas antiquiert, aber der Duktus des Gesprächs ist inspirierend: Solche Gespräche möchte man häufiger hören.

Quelle: arte.tv/youtube