Moses Rose - Die Ballade von Alamo 22.01.2018 10:31

Moses Rose - Die Ballade von Alamo

Der routinierte Comicautor Patrick Cothias setzt hier gemeinsam mit seinem Partner Patrice Ordas eine Geschichte im Wilden Westen der Jahre um 1836 um.

Sie haben sich ein Szenario im weiträumigen Feld von Intrigen, Schatzsuche, Verleumdung, Verfolgung und Indianerkonflikten ausgedacht.

Der als Deserteur gesuchte Moses Rose macht einen Deal mit dem Sheriff, der eine Mine geerbt hat. Er begleitet ihn auf eine Mission, um die Dokument aufzufinden, die den Gesetzeshüter als rechtmäßigen Besitzer ausweisen.

Mit dabei sind eine Handvoll Verbündeter, darunter zwei Flintenweiber. Sie chartern ein Schiff und machen sich zunächst auf den Weg durchs Bayou. Hier werden sie erst mal überfallen, können sich aber behaupten.

Doch der undurchsichtige Kapitän hat anschließend kriminelle Absichten. Zudem wird die Zweckgemeinschaft, bzw. Moses, von dubiosen Agenten gejagt und von einem Oberhaupt einer sizilianischen Familie!

Die Story ist angefüllt mit etlichen Personen und Voraussetzungen, die eine spannende und komplexe Handlung tragen. In etlichen Nebensträngen schreitet sie von Geschehnis zu Geschehnis, gibt in Rückblenden sparsame Informationen dem Leser preis und steuert auf ein gefährliches Spektakel zu, denn die Indianer begeben sich auf den obligatorischen Kriegspfad; um das gemeine Abschlachten Angehöriger zu rächen, dessen vermeintlicher Schuldige eben jener Moses Rose sein soll!

Die Schauplätze wechseln von Saloon zu Schiff und von der düsteren Umgebung der Sümpfe zur wilden Landschaft, in der sich Indianer bewegen.

Die Charaktere sind gut vorgestellt, mit einigen Hinweisen zu ihrer Herkunft; die Frauen haben Schmackes, und die Geschichte entwickelt sich zu einem Abenteuer, deren Ausgang noch völlig offen ist.

Ebenso liegen die Gründe, warum die Mafia mit im Spiel ist, im ersten Band noch völlig im Dunklen.

Die Zeichnungen bestechen als Gesamtes durch Detailreichtum und farbenfroher Kolorierung, die jedoch nicht zu dick aufgetragen aussieht.

Ein Comic der Marke Western, der auch teilweise Stereotypen dieses Genres aufweist, aber auf jeden Fall nicht in der spannenden und nicht vorher zu sehenden Handlung.

Ein wirklich sehr unterhaltender Lesespaß!

Moses Rose # 1 von Patrick Cothias, Patrice Ordas, Christelle Galland,

HC, 48 Seiten, farbig, Preis 15,00 EUR

Quelle: ppm