Glückskind 11.12.2017 10:28

Glückskind

Jede Woche veröffentlicht Flix eine neue Folge des Comicstrips Glückskind in der FAZ.

Herr Glück (alleinerziehend), seine Tochter Josi und ein dreibeiniger Waschbär namens Rocco sorgen darin für allerhand Turbulenzen.

Dieser Band versammelt die ersten 90 Strips der Glückskind-Reihe.

Der Waschbär ist aber eigentlich nur mit Tochter Josi befreundet. Ihrem Vater ist er suspekt. Er mag das Tier nicht in der Wohnung, doch Josie schafft es immer wieder, den Vater zu überlisten.

Daneben gibt es einen etwas verschrobenen Nachbarn und einen kleinen Jungen, der versucht, seine Katze dazu zu dressieren, Quantenbomben aus ihren Ohren abzufeuern, um die Weltherrschaft zu erringen.

Bislang ohne Erfolg.

Nun sind Comics, die aus Kindersicht erzählt werden, meist recht putzig. Das ist in Delisles Ratgeber für schlechte Väter so, in Marzi oder Titeuf und ähnlichen Alben.

Besonders komisch ist es, wenn die Kids Erwachsenenargumente übernehmen, um damit gegen elterliche Verbote zu argumentieren. Josi ist sehr gut darin.

Außerdem trägt sie ihre Proteste gerne als selbst geschriebenes Lied vor, zu dem sie sich auf der Gitarre begleitet:

Ein autokratisches System /

hat leider immer das Problem, /

dass es einfach niemand mag, /

wenn einer brüllt: „Tu was ich sag!“

Womit sie dagegen protestiert, dass sie ihr Zimmer aufräumen soll.

Auch das erfolglos.

Eine liebevoll gezeichnete, humoristische Reihe, die sich zum Selberlesen ebenso eignet wie als immer passendes Geschenk für für so ziemlich jede Gelegenheit.

Glückskind – Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft von Flix, HC, 96 Seiten s/w, Preis 19,99 EUR

Quelle: carlsen/comickunst