Bernie Wrightson R.I.P. 21.03.2017 10:30

Bernie Wrightson R.I.P.

Seit über 45 Jahren hat der Zeichner Bernie Wrightson (1948-2017) für viele große US- Comic-Verlage gearbeitet z.B. DC, Marvel, Warren Publishing usw. Unter den Comic-Fans ist er besonders wegen seiner stimmungsvollen Horror- Geschichten geschätzt.

Bernie Wrightson wurde am 27. Oktober 1948 in Dundalk, Maryland, geboren. Es waren die Werke von Frank Frazetta und Graham Ingels die ihn schon früh begeisterten und sie hatten auch maßgeblichen Einfluss auf seinen eigenen Stil.

Bereits 1968 erschien seine erste Profi-Arbeit in der DC-Anthologie „House of Mystery“ Nr. 179, ein dreiseitiges Werk mit dem Titel "The Man Who Murdered Himself", der noch weitere Kurzgeschichten folgten.

So erfand er 1971, gemeinsam mit Autor Len Wein, das originale Sumpf-Monster "Swamp Thing" erschienen in "House Of Secrets" # 92, DC Comics. Daraus entwickelte sich gut ein Jahr später eine eigene Serie, deren ersten zehn Hefte Bernie Wrightson illustrierte und die ohne jeden Zweifel zum zentralen Kanon der Comicgeschichte gehören. Im Laufe der Zeit wurde er für seine Werke sowohl mit dem "Eisner Award" als auch mit dem "Harvey Award" ausgezeichnet.

Ab 1974 arbeitete er für Warren, wo die großen Horror-Comicmagazine der damaligen Zeit erschienen und für die er nun Kurzgeschichten und Illustrationen anfertigte. Darunter waren auch die hervorragenden und bei Sammlern beliebten Adaptionen von Edgar Allan Poe und H.P. Lovecraft. 1975 dann gründeten er, Jeffrey Jones, Michael Kaluta und Barry Windsor-Smith zusammen, in einem Loft in Manhattan, das „Studio“, um dort Werke anzufertigen, die auch außerhalb der Comic-Branche erscheinen sollten.

Dort entstanden dann auch die 50 berühmten Illustrationen zu Mary Shelleys Roman „Frankenstein“, die bis heute unübertroffen sind und auch von Sammlern gesucht sind. Wer das erlebt hat, machte sich unweigerlich auf die Suche nach mehr und so ist der Kauf eines Exemplars des Bandes „The Studio“ (1979), in dem er und seine Kollegen zusammen ihre Arbeiten der späten 1970er präsentierten, wie das Finden des Heiligen Grals, und „Berni Wrightson: A Look Back“ eine wahre Offenbarung.

Bernie lebte in Austin, Texas mit seiner Frau Liz, seinen zwei Söhnen, John und Jeffrey, seinem Stiefsohn Thomas Adamson, und zwei Corgis - Mortimer und Maximillian. Nach einer langen Krankheit, wie schon berichtet, starb Bernie Wrightson am 19. März 2017. Eine Feier zu seinem Leben ist für später in diesem Jahr geplant.

Quelle: youtube/berniewrightson.com