Avant Programm Herbst 2017 18.05.2017 10:30

Avant Programm Herbst 2017

Der Berliner Avant-Verlag hat soeben sein Programm für den Herbst 2017 vorgestellt, das einmal mehr eine fabelhafte Auswahl internationaler Comic-Kunst präsentiert.

Bereits vor ein paar Tagen wurde angekündigt, dass Hervé Tanquerelles „Grönland Vertigo“ aus aktuellem Anlass vorgezogen wird und bereits Ende Mai erscheint. Aber das ist längst nicht das einzige Highlight im Programm. Einer der Schwerpunkttitel ist definitiv „Der Riss“, eine Fotoreportage in Comicform, in der der zwei Mal mit dem World Press Photo Award ausgezeichnete Fotograf Carlos Spottorno und der Journalist Guillermo Abril von den Grenzen Europas berichten, wo sie Flüchtende, Grenzsoldaten und Kommunalpolitker treffen.

 

Stark an aktuellen Ereignissen orientiert sind die Sammlungen „Der Neue Arabische Comic“ und „Schluss mit Lustig – Aktuelle Satire aus der Türkei“, während Fabien Toulmés umfangreiche Graphic Novel „Die zwei Leben des Balduin“ von einem jungen Mann erzählt, der sein Leben völlig umkrempelt, als man einen Tumor bei ihm diagnostiziert – und nach Afrika geht.

 

In eine ganz andere Richtung geht „Der Große Böse Fuchs“ von Benjamin Renner, eine witzige Tierfabel über einen Fuchs, vor dem die Hennen keine Angst haben, bis sein Kumpel der Wolf eine fiese Idee hat. Der holländische Comic-Debütant Frenk Meeuwsen begibt sich in „Zen ohne Meister“ auf die Spuren des Buddhismus und der Selbstsuche, während die deutsche Comic-Debütantin Nacha Vollenweider sich in „Fußnoten“ auf Spurensuche begibt und über deutsche und argentinische Wirklichkeiten und Vergangenheiten berichtet.

 

Katharina Greves Webcomic „Das Hochhaus“ haben wir hier schon vorgestellt und wir freuen uns darauf, ihn nun auch gedruckt in Händen halten zu dürfen. Mit Spannung erwarten wir auch Birgit Weyhes „Ich weiß“, den Nachfolgeband ihrer spektakulären Graphic Novel „Madgermanes“. Diesmal erzählt die Hamburgerin von ihrer Kindheit in Uganda, Tansania und Kenia und spart dabei die politischen Zustände jener Zeit in diesen Ländern nicht aus.

Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit „Eternauta“, denn „Eternauta 1969“ präsentiert das „Remake“ des Klassikers, das von Autor Héctor G. Oesterheld gemeinsam mit dem Zeichner Alberto Breccia realisiert wurde.

Das ganze Programm hier im Überblick:

Quelle: avant