Aktuelles aus der Szene 02.02.2018 10:28

Aktuelles aus der Szene

Arabische Comic-Geschichten in Europa

Der neue arabische Comic- Die Kraft der Bilder.

In der arabischen Welt boomt der Comic - als eine der wenigen Möglichkeiten des freien Ausdrucks.

Anlässlich des Comicfestivals von Angoulême erscheint jetzt ein neuer Sammelband.

Wir haben zwei der beteiligten Autoren getroffen, Mazen Kerbaj und Salam Al Hassan, deren Werke mehr als nur Flüchtlingsgeschichten sind. (arte.tv).

Comiczeichner Li Kunwu aus China - Ausstellung in Clermont-Ferrand

Zeichner des einfachen Volkes.

Der chinesische Zeichner Li Kunwu mag es monumental. Er präsentiert in Clermont-Ferrand sein neustes Panoramabild.

Es zeigt das Reisefieber der Chinesen zum Frühlingsfest.

Comic: Ein Leben in China - Mao Tse-tungs autobiographischer Bericht in drei Bänden, in dem China von innen erzählt wird, bis zu Mao Zedongs Machtübernahme bis heute.

Dieser zweite Band läuft von 1976 bis 1980. Li, der unter seinen Vorfahren "verfluchte Bastarde", also "Landbesitzer", hat, muss diesen "Fleck" beseitigen, um der Kommunistischen Partei Chinas "Chinas einzige Zukunft" beizutreten.

Nach sieben Jahren Feld- und Feldarbeit gelingt es ihm, sein Talent zu erkennen und er wird zum Gestalter einer offiziellen Zeitung.

Comics sprengen Hindernisse - Leidenschaft und Alternative, Entfaltung und Entwicklung

Vor sechs Jahren haben der Verein Hippocampe und Adapei Charente erste öffentliche Ausstellung grafischer Kunst von Frankreich für Personen mit Handicap geschaffen. (arte.tv/fr.)...

Gilles Rochier - Comics aus der Umgebung

Gilles Rochiers Geschichten aus der Vorstadt - Das Lebenswerte ist überall.

Das Comic-Festival im südwestfranzösischen Angoulème ist das wichtigste seiner Art in Europa.

In diesem Jahr lässt es dem ehemaligen Preisträger und Autodidakten Gilles Rochier freie Hand für eine Ausstellung, die sich mit den berüchtigten Pariser Banlieues befasst, mit dem Alltag der Menschen, hinter den negativen Schlagzeilen. (arte.tv).

Mort Walker (1923-2018)

Die USA sind das Mutterland des Zeitungscomics. Aber was an US-amerikanischen Comicstrips nach Deutschland vordringt, ist gerade mal eine Schöpfkelle aus dem Michigansee.

Mort Walkers Geschichten um den ziemlich phlegmatischen Soldaten Beetle Bailey bestätigen leider diese Regel.

In den USA erschien der Daily Strip über 70 Jahre, auf seinem Höhepunkt in 1700 Zeitungen und 50 Ländern, und darf somit zu den langlebigsten und erfolgreichsten der Welt gezählt werden.

Man muss „Beetle Bailey“ wohl als eine Art Langzeitreflex seines Schöpfers begreifen:

Mort Walker, 1923 geboren, war im Zweiten Weltkrieg als Offizier des militärischen Geheimdienstes in Europa stationiert, er sah die barbarischen Folgen des nationalsozialistischen Rassenwahns in den Konzentrationslagern und wurde darüber zum wertepatriotischen Verfechter des American Way of Life.

Wie Thomas Klingenmaier in seinem schönen Nachruf für die Stuttgarter Zeitung schreibt: „Für ihn war die US-Armee trotz aller Fehler eine Kraft des Guten in einer zu Furchtbarem fähigen Welt.“

Die Gags in „Beetle Bailey“ geraten oft pragmatisch: meist rüde, manchmal zotig, selten kritisch.

Am 27. Januar 2018 ist Mort Walker im biblischen Alter von 94 Jahren in Connecticut gestorben.

Wer sich nun hierzulande in sein Vermächtnis vertiefen mag, muss leider auf antiquarische Wege ausweichen: In Deutschland endeten die Publikationsversuche von „Beetle Bailey“ in den Achtzigern.

Quelle: youtube/comic