Aktuelles aus der Szene 12.10.2017 10:32

Aktuelles aus der Szene

Tom of Finland- Der Film

Tom of Finland gab schwulen Männern ein Gesicht und einen Körper.

Seine Zeichnungen haben eine internationale Revolution entfacht, die nie wieder gestoppt werden kann.

Die Verfilmung des Lebens des bekannten schwulen (Comic-) Zeichners Touko Laaksonen, besser bekannt als "Tom Of Finland", findet nun endlich auch den Weg in bundesrepublikanische Kinos...

Jeder kennt die ikonische, stilbildende Kunst von Tom of Finland, doch kaum einer die Geschichte des Mannes dahinter: Zurückgekehrt von der Front des 2. Weltkriegs erweist sich für Touko Laaksonen (Pekka Strang) das Leben im Frieden ebenso als Krieg.

Im Finnland der 1950er Jahre kann er als Homosexueller weder lieben, wen er will, noch sich selbst verwirklichen. Immer der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt, die mit Schwulen rigoros umgeht, findet Touko Zuflucht im Zeichnen homoerotischer Bilder.

Unter dem Pseudonym Tom of Finland tritt seine Kunst schließlich einen Siegeszug an. Der Künstler entfacht damit nicht nur die "Gay Revolution", sondern wird auch zur Symbolfigur einer ganzen Generation junger Männer.

Der preisgekrönte Filmemacher Dome Karukoski erzählt im spannenden Biopic TOM OF FINLAND nicht nur über das Leben und die Arbeit der einflussreichsten Figur der Schwulen-Kultur des 20. Jahrhunderts, sondern bringt eine berührende Geschichte um wahre Liebe und das Recht auf persönliche Freiheit auf die Leinwand.

Tom of Finland eröffnete 2017 das Göteborg Film Festival und gewann dort den FIPRESCI Preis.

Seine Deutschland-Premiere feiert der Film beim Filmfest München. Tom of Finland erhielt von der FBW das Prädikat "besonders wertvoll".

Holocaust im Comic

Für Ende Januar hat der US-Verlag IDW Publishing einen umfangreichen Comic Band im "Graphic Novel"- Format angekündigt, in dem Autoren und Zeichner sich mit dem Holocaust beschäftigen werden.

In "We Spoke Out: Comic Books & The Holocaust" findet der Leser Nachdrucke klassischer Comic-Geschichten, die den Holocaust thematisierten; zusätzlich auch Interviews mit deren Autoren und Zeichnern. Federführend bei dieser Veröffentlichung ist Zeichner-Legende Neal Adams, der Holocaust Experte Rafael Medoff, sowie Comic Historian Craig Yoe.

Der Preis für dieses Buch wird bei $49.99 liegen.

Das Titelbild dieser Hardcover-Ausgabe ist von Neal Adams gestaltet und das Vorwort dazu stammt von keinem geringeren als Stan Lee.

Erster Trailer von The Runaways

Hier ist er nun, der erste Trailer der mit einiger Spannung erwarteten neuen Marvel-Serie „The Runaways“, deren Comic-Vorlage aus der erfolgreichen Feder von Brian K. Vaughan (Y: The Last Man, Saga) stammt.

Wobei „erfolgreich“ hier nicht ganz stimmt, denn die Serie tat sich bei ihrer Erstveröffentlichung reichlich schwer. Die erste Inkarnation (2003/04) brachte es auf 18 Hefte, und auch die zweite (2005-07) war nach 24 Heften bereits wieder Geschichte.

Doch wie das manchmal so ist, die Qualität sprach sich herum – und inzwischen dürften die zahlreichen Nachdrucke in diversen Formaten die ursprünglichen Heftauflagen weit übersteigen.

Vaughan war nämlich etwas ganz Erstaunliches gelungen: er hatte im überbordenden Marvel-Kosmos eine kleine, originelle Blase geschaffen, die für sich funktionierte.

Nun hat sich der Streaming-Service „Hulu“ der Story über ein paar Kids angenommen, die herausfinden, dass ihre Eltern ziemliche Schurken sind, und eine TV-Serie daraus gemacht.

Und der erste Trailer macht tatsächlich Spaß, auch ganz ohne Spider-Man, Thor, Captain America & Co.!

Quelle: youtube/mfa-film.de/ bleedingcool.com