2018 – 80 Jahre „Spirou und Fantasio“ 16.04.2018 10:30

2018 – 80 Jahre

„Spirou und Fantasio“

Seit 80 Jahren erscheinen nun schon die Abenteuer von „Spirou und Fantasio“ im belgischen „Spirou“-Magazin und gehören damit zu den langlebigsten und populärsten Comic-Serien weltweit.

Die Erlebnisse um den abenteuerlustigen Hotelpagen hatten am 21. April 1938 Premiere und erscheinen damit sogar zwei Monate länger als „Superman“!

Im Laufe ihrer langen und wechselhaften Karriere wurde die Serie „Spirou und Fantasio“ von zahlreichen namhaften Zeichnern und Autoren gestaltet und erlebte Übersetzungen und Publikationen in Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Finnland, Dänemark, Schweden, Jugoslawien, Großbritannien und den USA.

Sogar in Japan und Vietnam fanden die Geschichten um Spirou, Fantasio, den Grafen von Rummelsdorf und das Marsupilami, dem wunderbaren Fabeltier aus Palumbien, ihre Leser.

In Deutschland ist der Carlsen Verlag seit 1981 verlegerische Heimat von „Spirou und Fantasio“, wo die Geschichten aus dem Rummelsdorfer Universum seitdem in mehr als 70 Albumausgaben veröffentlicht wurden.

2003 erfolgte ein umfangreicher Neustart der Serie mit neuer Kolorierung, verbesserter Ausstattung und redaktionellen Zusatzseiten sowie die Veröffentlichung der Sonderausgaben unter dem Titel „Spirou Spezial“.

Seit 2014 wird „Spirou und Fantasio“ zusätzlich in einer bibliophilen Gesamtausgabe publiziert, von der bislang die ersten acht Bände vorliegen.

Der 80. Geburtstag von Spirou ist auch für seinen deutschen Verlag ein besonderes Fest, und so präsentiert Carlsen in diesem Jahr eine ganze Reihe spannender und lang erwarteter Publikationen.

Den Anfang macht der Spezial-Band „Sein Name war Ptirou“ von Szenarist Yves Sente und Zeichner Laurent Verron, der in besonderer Weise an die Anfänge der Comicfigur erinnert, bevor im Sommer eine Weltpremiere gefeiert werden kann:

Mit der vom Berliner Zeichner Flix („Schöne Töchter“, „Glückskind“) gestalteten Episode „Spirou in Berlin“ übernimmt zum ersten Mal ein deutscher Künstler die Regie im Rummelsdorfer Universum.

Für den Herbst steht dann die Fortsetzung von Émile Bravos Bestsellers „Porträt eines Helden als junger Tor“ an, die nicht weniger als vier Bände umfassen wird, sowie der schicke Jubiläumsschuber mit allen Franquin-Bänden der Serie.

Frédéric Niffle, der das Magazin von 2008 – 2017 leitete, gelang ein erfolgreiches Nebeneinander von neuen und klassischen Stoffen. Er hat es nicht nur geschafft, den kreativen Allrounder Lewis Trondheim für „Spirou“ zu gewinnen, sondern auch die Titelserie in die kompetenten Hände von Zeichner Yoann Chivard und Autor Fabien Vehlmann zu legen, die eine behutsame Modernisierung des Klassikers vornehmen und dafür sorgen, dass sich „Spirou“ nach 80 Jahren noch hoher Beliebtheit erfreut.

Einen weiteren Schritt der Modernisierung ist das Magazin mit der Besetzung der neuen Chefredaktion gegangen:

Pünktlich zum Jubiläumsjahr lenkt Florence Mixhel als erste Chefredakteurin „Spirou“.

Quelle: carlsenverlag.de